KNX fürs Riesenrad

Tradition trifft Moderne
Logo KNX fürs Riesenrad

Das Rad der Zeit anhalten? Geht nicht. Zurückdrehen? Auch nicht. Was aber bestens funktioniert: Traditionelles mit Modernem verknüpfen. Genau das passiert beim Wiener Riesenrad. Siblik, SmartHomeKrainer und Elektrotechnik MaZim arbeiten mit viel Fingerspitzengefühl daran.

Durchschnittlich drehen mit dem Riesenrad 600.000 Besucher pro Jahr ihre Runde. Nun werden alle fünfzehn Kabinen nacheinander demontiert, restauriert und mit diversen Komfortfunktionen versehen. Während die Fahrgast-Kabinen nach außen hin auf alt getrimmt werden, hält im Inneren modernste KNX-Technik Einzug. „Wir wollen den Besuchern ein unvergessliches Rundfahrtserlebnis in einem Wohlfühlambiente bieten: In angenehm temperierten Waggons, mit unterschiedlichen Beleuchtungsszenarien, mit individuell wählbarer musikalischer Untermalung und mit einigem anderen mehr“, verrät SmartHomeKrainer-Geschäftsführer Stefan Krainer, der der Elektrotechnik MaZim bei diesem Projekt bei der Planung und Programmierung zur Seite steht.

Wieso KNX im Riesenrad?

Weil es praktisch ist, weil der Verdrahtungsaufwand bei einer herkömmlichen Installation viel größer wäre, weil dieses System zu sehr vielen Komponenten kompatibel ist, weil sich damit alles schön visualisieren lässt und wegen der Herstellerunabhängigkeit von KNX.

Es war aber vor allem die einfache Bedienung von entscheidender Bedeutung. Denn die elektrotechnische Ausstattung der neuen Waggons ist unterschiedlich: Die Standard-Variante wird von außen bedienbar sein, während die Fahrgäste in den Luxus- bzw. Gastro-Waggons über ein Elsner Touchpanel in die Temperatur-, Licht- und Musikregelung selbst eingreifen können.

Darum war bei diesem Projekt höchste Bedienerfreundlichkeit gefordert, weil die Passagiere nach einer nur sehr kurzen Erklärung mit der installierten Technik zurechtkommen müssen. Und das Elsner KNX-Panel wird sechs Sprachen sprechen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch.

Bis ins kleinste Detail passen muss es auch für Stefan Krainer. Seine KNX-Philosophie lautet: „Wir nehmen von jedem Hersteller ausschließlich die Geräte, die am besten zu den jeweiligen Anforderungen passen.“ Deshalb auch die Zusammenarbeit mit Siblik. Wegen des guten Mix aus renommierten großen und überaus innovativen kleinen Herstellern.

Im Detail fiel beim Riesenrad-Projekt die Entscheidung für KNX REG Produkte von Theben, Touchpanels und Raumtemperaturregler von Elsner, ein Audiosystem von Basalte und für das Schalterprogramm B.3 von Berker. In das Berker Schalterprogramm wurden von WHD die Dockingstation MP55 integriert sowie der Radio RDS55, so dass die Kunden wahlweise Ihre eigene Musik oder Radio hören können. Theben, weil sich mit diesem System je nach Bedarf unterschiedliche Module – in diesem Fall ein Eingangsmodul, ein Schaltmodul und ein Dimm- Modul – zusammenstecken lassen; Basalte, weil dieses Audiosystem über einen Verstärker mit direkter KNX-Schnittstelle verfügt; Elsner, weil dieses Unternehmen ein absoluter Spezialist für den Bereich Messen und Fühlen ist und weil das Touchpanel auf einer einzigen Schalterdose Platz fand; Berker, weil die Schalterprogramme hochwertig und zeitlos sind.

Das große Umrüsten hat begonnen

Am 18. Jänner wurde der erste neue Waggon angeliefert. Dank KNX halten in den neuen Gondeln nicht nur wohlige Temperaturen, sondern auch dimmbare Beleuchtung, eine Klimaanlage oder ein aus mehreren Quellen ansteuerbares Musiksystem Einzug. Über einen Bluetooth-Empfänger kann sogar eigene Musik eingespielt werden. Und letztendlich wird die Klima-, Licht- und Unterhaltungstechnik sämtlicher Kabinen wie geplant auch noch zentral von unten zu regeln sein.

Es macht stolz, für dieses Wiener Wahrzeichen tätig zu sein. Die alte Mechanik mit der neuen Technik zu verbinden – das ist für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes.