18.06.2015 – Smart living

Smart living: Ein Ferienhaus lernt denken

Wien, 18.06.2015. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen verwandelte sich ein großzügiges Feriendomizil aus den 1960er Jahren in ein zukunftsweisendes Refugium der Extraklasse – dank ganzheitlicher Planung des Elektroinstallateurs ein Vorzeigeprojekt für vernetzte Haustechnik in Perfektion.

In exponierter Lage, hoch über dem Örtchen Aschau in Tirol, thront ein edles Privathaus mit rund 300 m² Nutzfläche. Von außen betrachtet fügt sich das als Ferienhaus genutzte Objekt ganz unaufdringlich in seine natürliche Umgebung ein: Statt mit architektonischem Schnicknack punktet das Gebäude mit seinen klaren, geradezu gewöhnlichen Formen. Doch schon bei näherer Betrachtung des Eingangsbereichs wird eines klar: Dieses Objekt ist alles andere als gewöhnlich. Ein modernes IP-Türkommunikations-System der Marke Elcom erwartet den Besucher. Betritt man das Haus, fällt ein futuristisches Touchpanel ins Auge, über das sich die gesamte Haustechnik zentral steuern lässt – von der Heizung und Beleuchtung über die Stromversorgung bis hin zu den Jalousien, dem Entertainment-System und der Pooltechnik. Geplant und realisiert wurde das ambitionierte Automatisierungsprojekt durch die KNX-Spezialisten der Elektro Zobl GmbH & CO KG mit Sitz in Brixlegg.

Durchdachte Vernetzung mit KNX und IP
„Es gibt verschiedenste Gründe, warum Bauherren sich für die Installation von vernetzter Gebäudetechnik entscheiden“, berichtet Christoph Lengauer von Elektro Zobl, der als Projektleiter für die Elektro- und Multimedia-Installation im Aschauer Ferienhaus verantwortlich war. „Die einen möchten Energie sparen oder verspüren ein besonderes Bedürfnis nach Sicherheit. Andere haben ein Faible für Technik und sehnen sich nach maximalem Wohnkomfort mit allen Vorzügen, die die digitale Welt zu bieten hat. Egal welche Beweggründe vorliegen – als Elektroinstallateure haben wir die Aufgabe, das Projekt ganzheitlich zu planen. Nur so ist es möglich, alle Gewerke perfekt aufeinander abzustimmen, die Elektrik der einzelnen Geräte miteinander zu verbinden und eine lückenlose Automatisierung zu ermöglichen.“
Im vorliegenden Fall wurde, im Zusammenspiel mit dem IP-Netzwerk des Hauses, eine Verknüpfung über das KNX-Feldbus-System gewählt. Christoph Lengauer erinnert sich: „Im Rahmen der Sanierung sollte die komplette Elektrik und Haustechnik erneuert werden. Darum war es möglich, die für das KNX-System notwendigen Extrakabel durch das gesamte Haus zu ziehen. Die Verlegung war eine echte Herausforderung, da wir sowohl auf die integrierte Deckenheizung des Hauses als auch auf bestehende Estriche Rücksicht nehmen mussten.“

Systemlösung sorgt für optimales Zusammenspiel aller Gewerke
Um den Wunsch nach „schlauerem Wohnen“ gerecht zu werden, hat das Team von Elektro Zobl ein ausgefeiltes Lösungspaket erarbeitet, das das Leben des viel beschäftigten Hausherren vereinfacht: Alle an den KNX-Feldbus angeschlossenen Gewerke lassen sich über ein zentral im Haus platziertes Touchpanel der Marke Divus steuern und visualisieren. Zusätzlich ist eine individuelle Steuerung und Überwachung von unterwegs per Smartphone-App oder einen Tablet-PC möglich – ein wichtiges Feature für Eigentümer, die sich nur selten vor Ort befinden.
Die durch Elektro Zobl implementierte KNX-Installation umfasst nicht nur die „klassischen Gewerke“ Strom, Beleuchtung und Heizung, sondern auch die Steuerung des Beschattungssystems, der Schwimmbadtechnik sowie verschiedenster Multimedia-Geräte. Was dabei alles möglich und zu beachten ist, zeigen die beiden folgenden Beispiele.

Beispiel 1: Home-Spa mit intelligentem Pool
Der hauseigene Wellness-Bereich mit puristischem Pool, nobler Sauna, exquisitem Dampfbad, Fußbädern, Dusche und innenliegendem Ruhebereich befindet sich im 100 m² großen Untergeschoss.
Sowohl die Poolheizung als auch die gesamte Poolsteuerung werden über den KNX-Bus angebunden. Das Ergebnis: Die Familie kann sich jederzeit über das Divus-Touchpanel oder per App die Wasserwerte und Temperaturen anzeigen lassen und regeln, die Poolabdeckung auf- und zufahren sowie die Filterpumpe des Schwimmbeckens steuern. Eine Anbindung von Sauna und Dampfbad an das KNX-System ist jedoch aus Sicherheitsgründen leider nicht gestattet.

Beispiel 2: KNX-Wetterstation zur Steuerung der Beschattungssysteme
Elektro Zobl hat eine GPS-Wetterstation des deutschen Herstellers Elsner Elektronik in das KNX-System integriert. Die Wetterstation kommuniziert mit der Beschattungsanlage und sorgt dafür, dass sich die Position der außenliegenden Lamellen-Jalousien automatisch an die Wetterbedingungen – d.h. an Sonnenstand, Temperatur, Niederschlag und Windgeschwindigkeit – anpasst. Entsprechend der Höhe und Richtung der Sonne fährt die Jalousie in die optimale Position und neigt die Lamellen so weit, dass möglichst viel Tageslicht in den Raum einfällt, die Personen im Haus aber nicht geblendet werden. Zudem schützt die Wetterstation die Jalousie vor Schäden: Bei starkem Wind oder Hagel fährt die Jalousie automatisch nach oben. Natürlich lässt sich die Beschattungsanlage bei Bedarf auch manuell mithilfe des Divus-Touchpanels bzw. den KNX-Wandtastern von Berker übersteuern.

Viele Komponenten – ein Lieferant
Die Komponenten der KNX-Elektroinstallation stammen vornehmlich von der Traditionsfirma Siblik, die zahlreiche namhafte Hersteller von Elektro- und Haustechnikprodukten im österreichischen Markt vertritt, darunter Divus, Elsner Elektronik, Berker und Theben. „Wir schätzen Siblik als Kooperationspartner“, so Christoph Lengauer. „Wir wollen unsere Kunden nicht nur zufrieden stellen – wir wollen sie begeistern. Und um das zu erreichen, benötigen wir qualitativ hochwertige Produkte von einem zuverlässigen Lieferanten mit großem Portfolio. Daher ist Siblik für uns der perfekte Partner.“

Ich sehe was, was Du nicht siehst: Luxuriöse IP-Sprechanlage mit Kamerabild des Besuchers
Großen Wert legte der Bauherr auch auf eine komfortable und zugleich elegante Türkommunikation per Videokamera, die sich über mobile Endgeräte steuern lässt. Siblik lieferte hierfür eine qualitativ hochwertige und optisch ansprechende Lösung von Elcom. Die Türstation der Serie Akzente präsentiert sich in charakterstarker Baubronze, mit charmant strukturierter Patina. Ein echter Hingucker: durch einen speziellen Herstellungsprozess und die natürliche Alterung erhält die Oberfläche im Zeitverlauf feine Strukturen und einzigartige Farbunregelmäßigkeiten. Das sorgt für eine lebendige Wirkung und vornehme Eleganz. Aus ästhetischen Gründen wurde sie per Unterputzmontage sowohl direkt in die Hausfassade neben der Haustür als auch links neben dem elektrischen Einfahrtstor in der Betonsäule vorne am Grundstückseingang integriert.
Alternativ wäre auch eine freistehende Montage per Stele, mit oder ohne Briefkasten, möglich gewesen. Das modulare System aus Türlautsprecher, Sprechgitter, Videoüberwachung, Zugangskontrollsystemen, Taster und individuellen Designelementen kann dabei nach Belieben konfiguriert werden. Als Innenstation fungiert das zentrale Touchpanel der Marke Divus, über das auch sämtliche KNX-Gewerke gesteuert werden. Die Verknüpfung der Türstation mit dem Divus-Touchpanel bzw. der Divus-App erfolgt über einen Sprechanlagenserver und das hauseigene IP-Netzwerk. Die Kommunikation mit dem mobilen Endgerät ist zusätzlich über das Mobilfunknetz möglich.
Das heißt in der Praxis? Der Hausherr kann zum Beispiel bequem von der Couch aus, nach einem prüfenden Blick auf sein Smartphone, ungebetene Gäste ignorieren. Er kann über das Divus-Touchpanel ein Gespräch mit der Person vor der Haustür aufnehmen. Oder aber gute Freunde in sein Haus hereinbitten, obwohl er selbst sich verspätet hat und noch unterwegs ist.

Aufklärung für den Endkunden
Um die Marktdurchdringung im Bereich der vernetzten Haustechnik von privaten Immobilien voranzutreiben, hat Siblik eine Informationsoffensive gestartet. Unter www.geht-doch.at zeigt Siblik die Vorteile der ganzheitlich geplanten, intelligenten Haustechnik auf. Die Informationen werden herstellerunabhängig und kostenlos bereitgestellt. Die Beratung vor Ort beim Interessenten übernehmen acht so genannte „geht-doch-Berater“, erfahrene KNX-Systemintegratoren mit umfassendem Know-how.