Fachbegriffe
A/V-Verhältnis
Das A/V-Verhältnis ist der Quotient aus der Oberfläche A [m²] und dem Volumen V [m³] eines Körpers. Das A/V-Verhältnis ist in der Bauphysik und beim Wärmeschutznachweis eine wichtige Kenngröße. Es wird berechnet als Quotient aus der wärmeübertragenden Hüllfläche, wie Wände, Fenster, Dach, und dem beheizten Gebäudevolumen. Das A/V-Verhältnis beeinflusst entscheidend den Heizenergiebedarf. Dieser ist bei kleinerem A/V-Verhältnis geringer. Bei der Gebäudeplanung sollte dies zu möglichst kubischen Formen führen.
Absorption
(lat.: absorptio = Aufsaugung), Aufnehmen von Licht, Schall oder anderen Wellen durch einen Körper, der sich dadurch erwärmt. Wesentlich zum Bespiel für die Funktion von Solarkollektoren.
Baubiologie
Lehre, die sich mit den Zusammenhängen innerhalb der Wohnumwelt und mit deren Einfluss auf das Leben allgemein beschäftigt.
CO²
Kohlendioxid, ein Gas, das bei Verbrennungsprozessen entsteht: Sauerstoff wird verbraucht und unter Freisetzung von Energie werden Kohlendioxid und Wasser gebildet. Auch bei der menschlichen Atmung (Ausatmung) entsteht CO².
CO² neutral
CO² entsteht auch, wenn pflanzliche Rohstoffe (z. B. Holz) verbrannt werden. Pflanzen nehmen jedoch während ihres Wachstums wieder CO² aus der Atmosphäre auf. Der CO²-Kreislauf ist dadurch geschlossen, man spricht von CO² neutral.
Dampfbremse
Ein Material, das gegenüber den anderen verwendeten Materialien eines Konstruktionsaufbaus einen größeren Dampfdiffusionswiderstand hat. Als Dampfbremse wirken eigens hergestellte Dampfbremsfolien und -papiere, aber auch verschiedene Hohlwerkstoffplatten. Dampfbremsen werden an der Innenseite der Außenwand eingesetzt, um das Eindringen von Wasserdampf in die Wandkonstruktion zu dosieren. Gleichzeitig kann eine Dampfbremse auch zur Herbeiführung von Luftdichtheit eingesetzt werden.
Dampfdiffusionsäquivalente
Luftschichtdicke (sd-Wert) ist definiert als die Dicke der Bauteilschicht in Metern mal dem Dampfdiffusionswiderstand μ. Der Dampfdiffusionswiderstand (sprich: μ-Wert) bezeichnet die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit eines Materialstoffs. Je höher der Wert, umso dichter das Material und umso weniger Wasserdampf kann durch die Konstruktion eindringen.
Dampfsperre
Eine Dampfbremse, die praktisch keinen Wasserdampf mehr durchdringen lässt, z. B. Kunststofffolien (PE- Folien), Metallfolien.
Dünnschicht-PV-Module
Photovoltaik-Module, die im Gegensatz zu kristallinen PV-Modulen durch Aufdampfen von Halbleiter-schichten auf ein Trägermedium (Glas, Stahl) hergestellt werden. In der Regel erreichen Dünn-schichtmodule geringere Wirkungsgrade.
EIB (Europäischer Installationsbus)
Feldbussystem nach dem Standard EN 50090, dessen Weiterentwicklung der KNX – der weltweit einzige offene Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik – ist.
Energieausweis
Auch als Energiepass bezeichnet. Berechnungsverfahren zur Bestimmung des jährlichen Heiz-energiebedarfs bzw. der Energiekennzahl eines Gebäudes. Die Berechnung des Energieaus-weises ist für die Wohnbauförderung Voraussetzung.
Energiedurchlassgrad (g-Wert)
Gibt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie durch die Fenster- bzw. Türverglasung ins Gebäude gelangen. Der Mindestwert von 50 % sollte nicht unterschritten werden. Der Energiedurchlassgrad ist nicht zu verwechseln mit dem Lichtdurchlassgrad, der bei heutigen Fenstern ca. um 10 % höher ist als der Energiedurchlassgrad.
Energiekennzahl
Überbegriff für verschiedene Kennwerte, die den Energiebedarf eines Gebäuden angeben.
Erdkollektor
Erdkollektoren sind Rohrbündel, die in einem aus dem Bohrbrunnenbau entlehnten Bohrverfahren im Boden eingebracht werden. Mit ihrer Hilfe wird die Erdwärme aus dem tieferen Erdreich gewonnen, die in weiterer Folge zum Heizen (Wärmepumpenheizung) oder Kühlen verwendet wird.
Erneuerbare Energie
Energie aus Quellen, die nach menschlichem Ermessen nicht verbraucht werden können bzw. sich immer wieder erneuern (regenerieren); z. B. Solarenergie, Windenergie, Energie aus Pflanzen (Holz, Biogas), geothermische Energie.
Feinstaub
In der Regel wird unter Feinstaub Staub mit einer Partikelgröße von weniger als 10 μm (ein Mikrometer ist ein Tausendstelmillimeter) verstanden. Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 10 μm (sog. Grobstaub) bleiben mehr oder minder gut an den Nasenhärchen oder den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums hängen. Kleinere und kleinste Staubpartikel hingegen können über die Luftröhre und die Bronchien bis tief in die Lunge vordringen und dadurch gesundheitsschädlich sein.
Flächenkollektor
Flächenkollektoren sind meist aus Kunststoffrohren bestehende Wärmeübertrager, die horizontal im Erdreich liegen. Sie werden unterhalb der örtlichen Frostgrenze mäanderförmig – ähnlich einer Fußbodenheizung – verlegt. Die von Regen und Sonne ins Erdreich eingebrachte Wärme wird über das Trägermedium entnommen und der Wärmepumpe zugeführt.
Fossile Energie
Energie, die vor Jahrmillionen gebildet und in der Erdkruste gespeichert wurde. Diese Energie ist nicht erneuerbar, sie kann nicht wieder nachproduziert werden. Bei der Verbrennung von Erdöl, Erdgas, Kohle usw. reichert sich die Atmosphäre mit CO² an und fossile Energieträger werden unwiederbringlich verbraucht.
Heizenergiebedarf
Der in der Heizsaison benötigte, rechnerisch ermittelte Wärme- bzw. Energiebedarf des Hauses. Die Energie für die Warmwasserbereitung ist darin nicht enthalten. Einheit: kWh/a.
Heizlast
Jene Wärmezufuhr, die unter Norm-Auslegungsbedingungen eines Gebäudes benötigt wird, um die erforderliche Norm-Innentemperatur zu erreichen. Einheit: W. Die flächenbezogene Heizlast ist die Heizlast bezogen auf die beheizte Wohnfläche. Einheit: W/m².
Heizwärmebedarf
Der (spezifische) Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizter Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten. Einheit: m²/a.
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Für die Beurteilung der Effizienz eines Wärmepumpenheizungssystems wird die Jahresarbeitszahl (JAZ) verwendet. Sie gibt das Verhältnis der über das Jahr abgegebenen Heizenergie zur aufgenommenen elektrischen Energie an und liegt in der Größenordnung von 3 bis maximal 4,5. Wärmepumpenhersteller geben in der Regel eine unter optimalen Bedingungen ermittelte Jahresarbeitszahl an.
KNX/EIB
Der KNX (Abkürzung für: Konnex) ist der Nachfolger des EIB, ein Bussystem zur Gebäude-automation, zur Erhöhung von Wirtschaftlichkeit, Komfort und Flexibilität einer Elektroinstallation in Gebäuden. Bei KNX/ EIB gibt es von Stromkreisen getrennte Steuerleitungen („Bus“). Dadurch können übergeordnete Schaltfunktionen (z. B. „Haus verlassen“, „Nachtbetrieb“, „Lichtstimmungen“ usw.) und spätere Anpassungen einfach realisiert werden. Einzelne Schaltstellen (z. B. Licht-schalter, Jalousieschalter, Dämmerungsschalter) lösen direkt die Schaltfunktionen aus, ohne eine Zentraleinheit zu benötigen. Dies führt zu extrem hoher Betriebssicherheit. Der KNX-Standard ist ein offener Standard, dem sich mittlerweile fast 200 führende Firmen weltweit angeschlossen haben.
KNX Association
Ein Zusammenschluss von weit über 100 Firmen, welche sich auf einen einheitlichen, weltweiten Standard (ISO/IEC 14543-3) der Datenübertragung in der Gebäudeautomation geeinigt haben.
Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)
Technische Grundlage der kontrollierten Wohnraumlüftung ist ein kompaktes Lüftungsgerät, in dem zwei hocheffiziente Gleichstromventilatoren und ein Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher den Luftaustausch im Gebäude garantieren. Mindestens 75 % der vorhandenen Energie aus der Abluft verbleiben dabei im Gebäude.
Kristalline PV-Module
Photovoltaik-Module, die aus einzelnen Solarzellen aus kristallinem (monokristallinem oder polykristallinem) Silizium hinter einer Glasplatte elektrisch verschaltet und meist mit einem Aluminiumrahmen zur Montage versehen sind.
LED (Light Emitting Diode)
Eine LED ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, das bei Stromdurchfluss Licht abstrahlt. Während die LED früher auf Grund der geringen Lichtstärke ausschließlich zu Signalisierungszwecken verwendet wurde, gibt es heute eine Vielzahl von Beleuchtungsanwendungen im Leistungsbereich bis zu mehreren Watt. Sie zeichnet sich durch hohe Lebensdauer, hohen Wirkungsgrad und sehr kleine Bauform aus. Als Lebensdauer einer LED wird die Zeit bezeichnet, nach der die Lichtausbeute auf die Hälfte des Anfangswertes abgesunken ist.
Leichtbauweise
Unter Leichtbauweise versteht man im Gegensatz zur Massivbauweise Wandaufbauten, die aus Holzriegelkonstruktionen bestehen. Fertigteilhäuser werden überwiegend in Leichtbauweise angeboten. Ein Vorteil ist die industrielle Fertigbarkeit, dadurch, dass keine Austrocknungszeiten anfallen.
Leistungszahl COP (Coefficient of Performance)
Die Leistungszahl beschreibt den thermischen Wirkungsgrad von Wärmepumpen und Kälte-maschinen. Sie ist das Verhältnis von der eingesetzten zur abgegebenen Energie und wird bei einem bestimmten Betriebszustand ermittelt. Die Definition ist identisch mit dem Begriff COP. Das Mittel über ein Jahr bei Wärmepumpenheizungen wird dann Jahresarbeitszahl (JAZ) genannt.
Luftdichtheit
Gebäude mit hohem Energiestandard müssen luftdicht sein, d. h. dass zwischen den Innenräumen eines Gebäudes und dem Außenbereich fast kein Luftaustausch stattfinden darf. Luftdichtheit ist ein Qualitätsmerkmal eines Gebäudes. Sehr gute Luftdichtigkeitswerte zu erreichen stellt sowohl im Holzleichtbau wie auch im Massivbau eine große Herausforderung für Professionist/ innen und Planer/innen dar. Vor allem bei diversen Anschlüssen und Materialübergängen ist auf eine optimale Luftdichtheit zu achten. Die Luftdichtheit wird durch den sogenannten Blower Door Test n50 bei einem Unter-/Überdruck von 50 Pa ermittelt.
Lüftungswärmeverlust
Wärmeverlust, der sich durch den erforderlichen Luftaustausch zwischen Räumen und Außenluft ergibt. Bei konventioneller Bauweise strömt während des Lüftens warme Raumluft unkontrolliert ins Freie. Bei kontrollierten Wohnraumlüftungssystemen erfolgt ein kontinuierlicher, kontrollierter Luftwechsel, zusätzlich wird über Wärmetauschersysteme die Energie der Abluft zum Aufwärmen der Zuluft verwendet.
Luftwechselrate
Die Luftwechselrate n gibt an, wie oft pro Stunde das gesamte Luftvolumen von Innenräumen erneuert und ausgetauscht wird. Die hygienische Mindestluftwechselrate für Einfamilienhäuser beträgt 0,5 pro Stunde, d. h. dass alle zwei Stunden die Luft im Gebäude komplett erneuert wird.
Niedertemperaturheizsysteme
Als solche werden alle Heizsysteme bezeichnet, die eine maximale Vorlauftemperatur von 45°C nicht überschreiten. Die Wärmeabgabe im Haus passiert über große Wand- oder Bodenflächen.
Niedrigenergiehaus
Neubau oder sanierter Altbau mit einem Heizwärmebedarf im Bereich von 25 – 50 kWh/m²/a.
Niedrigstenergiehaus
Neubau oder sanierter Altbau mit einem Heizwärmebedarf im Bereich von 15 – 25 kWh/m²/a.
Passivhaus
Neubau oder sanierter Altbau mit einem Heizwärmebedarf im Bereich von weniger als 15 kWh/m²/a. Nach der Definition des Passivhaus-Instituts Dr. Wolfgang Feist ist das Passivhaus folgender-maßen charakterisiert: Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/m²/a, flächenbezogene Heizlast ≤ 10 W/m², Luftdichtigkeit der Gebäudehülle n50 ≤ 0,60/h, Primärenergiebedarf ≤ 120 kWh/m²/a (inkl. aller elektrischen Verbraucher).
Pettenkofergrenze
Max Josef von Pettenkofer hat im 19. Jahrhundert das Fach Hygiene initiiert und definiert. Er verfasste unter anderem Richtlinien für die Belüftung von Wohnhäusern (um 1860). Demnach sollte der Anteil von Kohlendioxid (CO²) in der Raumluft nicht höher als 0,1 vol% (1000 ppm = parts per million) sein. Dieser Wert wird auch heute noch als gültig angesehen, daraus resultiert die Luftwechselrate.
Photovoltaik (PV)
Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom mittels Solarmodulen.
Primärenergiebedarf
Als Primärenergie bezeichnet man in der Energiewirtschaft die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht, etwa in Folge von Kohle, Gas oder Wind und Sonne. Die nach eventuellen weiteren Umwandlungs- oder Übertragungsverlusten vom Verbraucher nutzbare Energiemenge bezeichnet man schließlich als Endenergie. Der Primärenergiebedarf ist hoher als der Endenergiebedarf.
Referenzraum
Raum des Gebäudes, dessen Temperatur und CO² Werte für die Regelung der Heizung und Komfortlüftung herangezogen wird. Optimierte Systeme erlauben die Auswahl verschiedener Referenzräume (z. B. Wohnzimmer bei Tag, Schlafzimmer bei Nacht).
Reflexion
(lat. reflectere: zurückbeugen, drehen), das Zurückwerfen von Licht, Schall oder anderen Wellen durch einen Körper.
RSS Feed (Really Simple Syndication - engl. feed, Einspeisung, Zufuhr)
Internetnachrichtenformat zur Kurzdarstellung von Informationen auf Webseiten (z.B. Verkehrs-nachrichten, Wetterinformationen, Schlagzeilen etc.), welche abonniert werden können.
Solarkollektor
Bauelement zur Umwandlung von Sonnenlicht in Wärme. Solarkollektoren sind über einen hydraulischen Kreislauf mit dem Warmwasserspeicher oder dem Heizsystem verbunden. Es gibt Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren sowie einfache Kunststoffabsorber zur Schwimmbaderwärmung.
Solarmodul
Bauelement zur Umwandlung von Sonnenlicht in Gleichstrom. Solarmodule sind elektrisch mit dem Wechselrichter verbunden, der wiederum ans Stromnetz angekoppelt ist. Es gibt kristalline Module und Dünnschicht-Module.
Solarthermie
Umwandlung von Sonnenlicht in Wärme (Warmwasser-/ Heizungsunterstützung) mittels Solarkollektoren.
Solarzelle
Eine Solarzelle oder photovoltaische Zelle ist ein elektrisches Bauelement (Halbleiter), das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandelt. Die physikalische Grundlage der Umwandlung ist der photovoltaische Effekt.
Speichermasse
Masse im Gebäude, welche die Wärme puffern kann. Für einen 24-Stunden-Zyklus sind die ersten 2 – 3 cm an der Wandoberfläche ausschlaggebend.
Total Cost of Ownership (TCO)
Berechnungsansatz, um die Kosten von Investitionsgütern abzuschätzen. Die Grundidee dahinter ist, eine Abrechnung zu erhalten, die nicht nur die Anschaffungskosten enthält, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung (Energiekosten, Reparatur und Wartung) der betreffenden Komponenten. Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Kosten möglicherweise bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden.
Touch Screen, -PC, -Panel (engl. touch = berühren, anfassen, engl. screen = Bildschirm; altfrz panel = Tafel)
Computerbildschirm, welcher über Berührung bedient wird.
Transmissionswärmeverlust
Energie, die durch alle Undichtheiten der Gebäudehülle wie Fenster, Türen, Dach, aber auch die Wände verloren geht, reduziert sich mit dem Grad der Dämmung. Ausschlaggebend für die optimale Dämmung sind eine qualitativ hochwertige Ausführung und speziell der fachgerechte Einbau der Komponenten unter Vermeidung von jeglicher Art von Wärmebrücken.
U-Wert
siehe Wärmedurchgangskoeffizient
Visualisierung
Graphische Darstellung von Gebäudestrukturen, Schaltzuständen, Werten sowie Messdaten in Gebäuden.
Wärmedämmung
Wärmedämmung ist ein Baustoff oder Bauteil, der den Durchgang von Wärmeenergie möglichst weit reduzieren soll. Insbesondere bei Wand-, Decken- und Dachaufbauten kommt der Verwendung von Wärmedämmung eine besondere Bedeutung zu. Maßzahl für die Qualität der Wärmedämmung ist die Wärmeleitfähigkeit.
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert, frühere Bezeichnung: k-Wert)
Maß für den Wärmeschutz eines Bauteils. Besagt, wie viel Wärmeleistung pro m² Bauteilfläche bei einem Temperaturunterschied von 1 K (Kelvin) durch den Bauteil fließt. Je kleiner der U-Wert, umso besser der Wärmeschutz. Einheit: W/m²/K. Die Ermittlung eines Gesamt-U-Werts ist aufschluss-reich, wenn Aufbauten keine durchgehend homogenen Schichten aufweisen; z. B. im Leichtbau, wo die Wärmedämmung durch Holzständer unterbrochen wird, aber auch bei Fenstern, die unterschiedliche U-Werte für Rahmen und Glas aufweisen.
Wärmeleitfähigkeit (γ-Wert)
Gibt an, wie gut ein Material die Wärme leitet. Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 W/m/K, Weichholz und hochporosierte Ziegel ca. 0,13 W/m/K, Vollziegel ca. 0,7 W/m/K. Einheit: W/m/K.
Wärmerückgewinnung
Bei kontrollierten Wohnraumlüftungssystemen erfolgt ein kontinuierlicher, kontrollierter Luftwechsel, zusätzlich wird über Wärmetauschersysteme die Energie der Abluft zum Aufwärmen der Zuluft verwendet (Wärmerückgewinnung).
Wärmetauscher
Es gibt Luft-, Wasser- und Erdwärmetauscher. Das sind Geräte mit großer Oberfläche, an der die vorhin genannten Medien aneinander vorbeiströmen und die Wärme vom wärmeren zum kälteren Medium fließen kann, wobei die beiden Medien einander aber nicht berühren.
Watt peak (Wp)
Normierter Leistungswert eines Solarmoduls unter definierten Einstrahlungs- und Temperaturbedingungen (STC = Einstrahlung 1.000 W/m², Photovoltaikzelltemperatur 25 C°, definiertes Sonnenspektrum AM 1,5)
Wechselrichter
Elektronisches Gerät zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom, der für den Anschluss von Solarmodulen an das Stromnetz erforderlich ist. Wechselrichter steuern die Betriebsführung der Photovoltaikanlage.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad gibt ganz allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung an. Er ist z. B. als Qualitätskriterium für Photovoltaikwechselrichter bedeutsam.
Zirkulationsleitung
Über ein zweites Leitungsrohr wird der Warmwasseranschluss vom Wasserhahn nochmals mit dem Boiler verbunden. Eine eigene Pumpe kann nun (meist) zeitgesteuert das Warmwasser bis zum Wasserhahn und gleich wieder zurück in den Boiler pumpen. Dadurch steht beim Wasserhahn jederzeit sofort warmes Wasser zur Verfügung.

